Familienfest

Ein generations- übergreifendes Theaterprojekt über das Ringen, miteinander zu reden.

Die Uraufführung fand am 29.10.2019 am Deutschen Nationaltheater Weimar statt. Bis März 2020 wurden zehn ausverkaufte Vorstellungen gespielt. Weitere Spieltermine wurden auf Grund der Corona-Pandemie ausgesetzt. 

Kooperation mit dem
Radio Lotte Weimar e.V.
Gefördert von
Bundeszentrale für politische Bildung
und Sparkasse Mittelthüringen

… wenn ich die Tür zuschlage … dann schneide ich die Liebe ab, die ich zu meinem Vater empfinde. …

Wie gehen wir innerhalb einer Familie miteinander um, wenn wir die Welt anders sehen als unsere Verwandtschaft? Hören wir einander zu? Oder gehen wir in den aktiven Widerstand? Und was heißt das für unsere gesamte Gesellschaft, wenn sich in der Familie als kleinster sozialer Einheit unüberwindbare Gräben auftun? Wie lassen sich trotzdem Anknüpfungspunkte finden?

Das Projekt bedient sich der immer wiederkehrenden Situation eines Familienfestes, in der neben allen möglichen auch immer wieder politische Themen an die Oberfläche dringen und von verschiedenen Generationen verhandelt werden.

Im Sommer 2019 bildeten für dieses Inszenierungsprojekt 15 Menschen im Alter von 12-84 Jahren ein Bürger*innen-Ensemble. Sie interviewten in Stadtspiel-Aktionen und geselligen Runden in der Öffentlichkeit Menschen zu ihrer Sicht auf Deutschland und zu gegenwärtigen politischen Auseinandersetzungen. Es ging dabei immer um die Verbindung zwischen dem Politischen und dem Privaten. Daraus ist ein gemeinsamer Theaterabend entstanden, bei dem Feste gefeiert und Kämpfe ausgetragen werden.

Die Inszenierung hatte im Oktober 2020 ein erfolgreiches Gastspiel beim Theaterfestival “Vereinigt Euch!“ in Backnang.

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Presse:
Thüringer Allgemeine, 5.11.2019, Christiane Weber
… Die hoch ambitionierte Inszenierung bietet keine Lösungen an, sondern Sichtweisen, Denkanstöße, temperamentvolle wie auch anrührende Momente. Der Zuschauer wird zum Voyeur, entdeckt vielleicht manches, was ihm vertraut ist, gewinnt Einsichten, möglicherweise neue Ansichten, wie divers und damit vielleicht konstruktiv Familie sein kann. Anstöße für ein „Wir“, das „Veränderungen nicht als Problem, sondern als Möglichkeit sieht …
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Mit:
Lisa Augustinowski
Kathrin Carstens
Jürgen Fieber
Stine Fieber
Andreas Gelhard
Éva Grépály
Sven Hammerschmidt
Johann Koch
Eva-Maria Köhler
Kate Ledina
Ralf Lohmüller
Sulaiman Sohrab Salem
Sina Stolp
Anastasia Turcu
David Vogel

Regie:
projekt-il
(Bianca Künzel,
Alexander Steindorf)

Dramaturgie:
Angelika Andrzejewski